1825-Rigas-Herdera-instituts-01-007
Tekstistuse lisajaSanita Reinsone
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Uuendatud2015-01-08 12:54:17
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Anke, dranke, drillidru
Anke, dranke, drillidru, 
Tschetre wawre, wiwre wu, 
Am dam Ritterstamm, 
Wide, wide Hahnenkamm. 
Eins, zwei, drei, 
Du bist frei. 

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Die Träne 
Die Träne.
Macht man ins Leben kaum den ersten Schritt, 
Bringt man als Kind schon eine Trane mit, 
Und Freudentränen gibt als ersten Gruss 
Dem Kind die mutter mit dem ersten Kuss; 
Man wächst empor dann zwischen Freud u. Schmerz, 
Da zieht die Liebe in das junge Herz, 
Und offenbart das Herz der Jungfrau sich, 
Spricht eine Träne: "Ja, ich liebe dich!"
Wie schön ist doch die Träne einer Braut, 
Wenn dem Geliebten sie ins Auge schaut! 
Man schlingt das Band, sie werden Weib u. Mann, 
Da geht der Kampf mit Not. u. Sorgen an. 
Und wenn der mann die Hoffnung schon verlor, 
Blickt noch das Weib vertrauensvollempor 
Zur Sternenwelt, zum heitern Himmelslicht 
Und eine Trane spricht: Verzage nicht!
Der Mann wird Greis, die Scheidestunde schlägt, 
Da stehn um ihn die Seinen tief bewegt, 
Und aller Augen sieht man tränenvoll, 
Sie bringen sie als letzten Liebeszoll; 
Doch still verklärt blickt noch umher der Greis
Tektsista teksti
KrājumsArchives of Latvian Folklore
KolekcijaCollection of Herder Institute in Riga
Atslēgvārdi
Vienības#LFK-1825-49
#LFK-1825-50

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