#LFK-1825-236

Pavadinimas originalo kalba
Wie Kurland und die baltischen Provinzen geschaffen wurden
Pavadinimas
Kā Kurzeme un Baltijas provinces dibinātas
Vieneto numeris
236
Valodas
German, Livonian
Iesūtīšanas datums
1939 - 1940
Place of recording
08.12.1931
Pastabos
Dzirdēts biedrības "Dzimtenes ceļinieki" (Verband der Heimatwanderer) mājā.
Atslēgvārdi
#LFK-1825-236
ŠifravoArnita Ziemele
Atlikta
Patvirtintas
Taisytas2016-03-22 13:52:26
ŠifravimasWalde mit diesen Stiefeln. (Sie wurden noch in der Zeit getragen, als ich klein war, wo mein Vater auch uns diese Stiefel selbst nähte. Später wurden die Stiefel nicht mehr selbst genäht, sondern gekauft.) Der ältere Mann erzählte auch: "Die Sachsen tragen einen feinen schmalen Stiefel, daran erkennt man, dass sie hier gegangen sind. Die Letten tragen Pasteln; aber solche Stiefel, das sind Livenspuren, denn das sind eigengenähte Stiefel." - Aus diesen drei Familien sind dann die Liven entstanden, die jetzt noch sind. Damals‚ zu Grossmutters Lebzeiten, wurden noch an 3000 Seelen gezählt, und so glaube ich auch, dass wo es jetzt 1500 sind‚ und wenn die Liven zusammenhalten‚ so auch wieder einmal mehrere tausend Liven dastehen [da stehen] können.

236

Nun will ich lhnen erzählen ein Märchen nach livschen Sinne, wie Kurland und die baltischen Provinzen geschaffen wurden. Mein Vater hat es mir so erzählt und sagte diese Worte: nei um kuremo - der Teufel hat das Land geschaffen; aber im Deutschen habe isch gelesen‚ dass man es Gottesländchen nennt.
Als Gott die Erde schuf‚ war nichts da‚ nach Livenmeinung war sie leer und überall nur eine schmutzige verstaubte Wüste. Da kommt denn Gott und hat auch gerufen den Teufel, der damals noch der beste Engel war‚ und sagte: "Geh und raff zusammen so viel Staub, wie Du kannst, und bring es mir!" Der Teufel dachte‚ wenn Gott auch lässt Staub zusammennehmen, so will er etwas damit machen‚ ich muss von dem Staube etwas verstecken. Er hatte aber keine Kleider und Taschen. Der Teufel nahm nun Staub in den Mund und Erde, so viel er halten kann‚ und auch in die Faust nahm er Staub und hat ihn gebracht. Er übergibt den Staub Gott‚ und Gott nimmt den Staub un sagt: "Es soll alles waschen und grün werden.
Failas1825-Rigas-Herdera-instituts-01-097
Šifruoti tekstą
#LFK-1825-236
ŠifravoArnita Ziemele
Atlikta
Patvirtintas
Taisytas2016-03-21 16:13:35
Šifravimas- 11 -

236 turp.

"Und wo Staub war‚ fängt alles an zu wachsen und grün zu werden. Aber es wächst auch in des Teufels Mund‚ Nase, Ohren und Fäusten, wo Staub noch haften geblieben war. Nun musste er sich vor Gott verstecken. Er hat Angst‚ Gott wird sehen, dass er vom Staube genommen hat. Er kehrt sich weg und läuft davon, was er kann. Und er läuft‚ schnell er noch als Menschengedanken. Aber wenn er stehen bleibt, fällt aus der Nase viel Staub und fängt an zu wachsen. An den /Fingern und Händen und Armen wächst es auch. Er versucht den Staub abzuwischen. Seine Hände sind aber noch voll Staub, und wo er mit ihnen am Körper ankommt‚ da fängt es auch an zu wachsen und zu spriessen. Was soll er nun tun? Weiter kann er nicht, es ist zu schwer. Was er abreissen kann‚ was er aus seinen Ohren und seiner Nase ausschütteln kann‚ das fällt hinunter auf die Erde, und so entstehen grünende Berge und Hügel. Die Last, die jetzt auf den Teufel liegt‚ wird zuletzt unerträglich. Entkräftet bleibt er stehen und reisst mit Gewalt alles was auf seinen Schultern wie ein Kummet noch lastet‚ ab und wirft es weit von sich. Dieses Kummet, livisch palg't, bildet nun die Grenze von der kurischen Halbinsel zum Meere‚ zum Orte, wo der Teufel stehen geblieben war. Noch heute nennen die Liven Kurland Teufelsland. Die andere Hälfte des Kummets bildeten Est-und Livland.-
Der Teufel wurde von Gott bestraft‚ weil er ein falscher Engel war, und Gott hat ihn mit seinen Anhängern vom Himmel heruntergeworfen. Noch heute glaubt man‚ dass am Allerseelentage die schlechten Seelen auf das Vieh auf dem Felde fallen. Denn dann wird das Vieh mager und schwitzt leicht. Das dauert 6 Wochen. In dieser Zeit sind die Pferde sehr schwach und können wenig ziehen, weil sie schon eine unsichtbare Last auf dem Rücken haben.
Failas1825-Rigas-Herdera-instituts-01-098
Šifruoti tekstą
#VietaDataKategorijaTipasVietas tipsTeksta fragments
   
Nėra užklausą atitinkančių įrašų.

We use cookies to improve your experience on our website. By browsing this website, you agree to our use of cookies. Read more.