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KrājumsLatviešu folkloras krātuve
KolekcijaRīgas Herdera institūta folkloras vākums
Atslēgvārdi
Vienības#LFK-1825-53
AtšifrējaUna Smilgaine
Pabeigts
Pārbaudīts
Labots2015-01-08 14:07:23
AtšifrējumsDarüber wunderte sich' Christel nun sehr; das hatte sie noch nicht gewusst u. nie gehört. "Ja, ganz genau vorgezeichnet, Christel. Siehe jetzt!"
Er berührte die Augen des Mädchens u. eine fremde, wunderbare Welt tat sich vor ihr auf. Sie sah einen weiten, endlos langen Weg vor sich u. hinter sich.
"Das ist der Weg des Menschen von Ewigkeit her zur Ewigkeit hin, Christel. Auch du gehst ihn."
Verwundert scheute Christel sich um.
"Was für Riesenberge der Weg dazwischen hat!" staunte sie.
"Das sind die verschiedenen Sterne im Weltenall, die Stationen des Menschengeschlechts auf dem Wege durch die Ewigkeiten. Du befindest dich zur Zeit auf einem solchen Stern, Christel. Das, ist die Erde!"
"War ich denn früher auf einem andern Stern, lieber Engel?"
Er zeigte auf den weiten, weiten Weg hinter ihnen. 
"All diese Sterne, diese Stationen hast du einst bewohnt. Was ihr Menschen Tod nennt, ist nur ein hinübergehn von einem Stern zum andern, von einer niedern Form des Lebens zu einer höheren, bessern."
Christel schlug die Hände zusammen vor Freude u. Verwunderung. "Ach", rief sie -"also jetzt auf der Erde ist das menschenleben schon eine höhere form! Wie war sie denn auf dem vorigen Stern u. den andern vorher?"
"Das will ich dir gern sagen, liebes Kind. Auf dem allerersten Stern warst du ein Pünktchen, ein Staubkorn, dem Gott der Herr Leben gab u. zu ihm sprach: "Entwickle dich! Entwickle dich weiter u. immer weiter. Werde einst Mensch - u. weiter über den Menschen hinaus etwas Hohes u. Grosses, dessen Keim ich in dich gelegt habe."
Darbības

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