#LFK-1825-238

Nosaukums oriģinālā
Johannitage
Nosaukums
Jāņu diena
Vienības Nr.
238
Kategorijas
Valodas
Vācu valoda, Latviešu valoda, Lībiešu valoda
Iesūtītājs
Iesūtīšanas datums
1939 - 1940
Pierakstīšanas laiks/vieta
08.12.1931
Piezīmes
Dzirdēts biedrības "Dzimtenes ceļinieki" (Verband der Heimatwanderer) mājā.<br />Dzirdēts no Rozalī Djadkovskas vecvecākiem.
Atslēgvārdi
#LFK-1825-238
AtšifrējaAinars Brūvelis
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Labots2015-06-15 20:35:49
AtšifrējumsSchornstein zu sitzen und aufzupassen, wenn die schwarze Katze in den Schornstein steigen will, so müsste er sie nehmen, schlachten und auf ein weisses Tuch drei Tropfen Blut träufeln das muss der Jüngling um sich winden und sich herunterlassen. Dann wird er erhalten das euch von der Prinzessin und muss am Neujahrstag zu Gott beten in der Kirche, wo ein goldenes, Kreuz auf dem Turm steht. Und es gibt eine solche Kirche, die, wenn sie nicht weggenommen ist, noch heute steht. Das ist die Kirche zum Pilten im Popenschen Kreise. Dann wird Dondangen versinken und das Davidsschlose wird erstehen. Der Retter wird die Prinzessin heiraten und dort herrschen. Es sind auch viele junge Menschen gewesen, die den Mut hatten, es zu wagen, aber die Verwandten haben Angst gehabt und ihnen abgeraten. Man soll diesen Dingen nicht nachforschen. Das Schloss soll auch unter irdische Gänge haben, und es haben auch zwei versucht, da hinein, zugehen, aber niemand hat erfahren, was sie gesehen haben. Das eine Mal soll der Baron in alten Zeiten einen Menschen hineingelassen haben, aber als dieser herauskam, war er stumm geworden und konnte nichts erzählen und, da er nicht zu schreiben verstand, blieb es ein Geheimnis, was er erlebt hatte. Der andere wurde verrückt, als er wieder herauskam. Zweimal wurden Enten mit roten Fäden um den Hals durch ein Loch hinuntergelassen, aber zwei bis drei Tage darauf schwammen die Enten immer unten  halb des Berges hervor. Und viele Menschen meinen, die Prinzessin schlafe noch immer, und wenn ein Jüngling Mut genug hätte, und verschwiegen wäre, würde sie erweckt werden.
Noch viele Sagen sind da, aber diese sind die schönsten.

238

Dann wird erzählt vom Johannitage, wo die Letten Lihgo sehreien, aber keiner weiss, was das heisst. Einige sagen, da soll
Fails1825-Rigas-Herdera-instituts-01-100
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#LFK-1825-238
AtšifrējaArnita Ziemele
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Labots2016-05-02 01:23:14
Atšifrējumsein Gott Lihgo gewesen sein. Aber die Liven haben eine andere Anschauung. Meine Grosseltern erzählten so:
Es gibt so manche Märchen
Auch Sagen ohne Zahl -
Es war einmal ....
Und so beginnt auch dieses Märchen: Es war einmal ein mutiger König‚ der hatte einen Sohn; der ging in den Krieg. Er fuhr aus mit einer Flotte von 12 Schiffen und blieb lange Jahre fort. Alle glaubten ihn gestorben und umgekommen, manche erzählen‚ er ging eine schöne und reiche Braut werben: manche erzählen‚ er kam auf eine Wunderinsel und kam nicht von dort fort — aber die Liven erzählen verschieden. Der Vater hat immer noch geglaubt, dass der Sohn zurückkommen würde. Er kam auch nach vielen Jahren wirklich zurück mit seiner ganzen Flotte und hatte sie auch noch vermehrt. Als der Vater erfuhr‚ dass der Sohn zurück ist, hat er ihm versiehen‚ dass er so lange fort war und rief ihn: "Jon tul līgod tieme - wollen wir einen Vertrag schlieesen". Sie fingen alle an zu schreien und zu rufen: "Jon‚ tul līgod tieme!"; daraus ist bei den Letten "Lihgo Jahnits" entstanden; man darf es ihnen aber nicht sagen‚ dass das von den Liven stammt‚ dann werden sie gleich böse und hören nicht mehr zu. - Die Liven sagen, wenn ein altes Boot am Strande steht‚ so soll es zu Johanni verbrannt werden. Und so wird es meist auch gemacht, wenn auch die Alten es nicht erlauben wollen. Zu Johanni brannte in jedem Dorf ein Boot‚ und waren den Strand entlang die Feuer zu sehen. Das macht man deshalb, weil der König auch seine Flotte verbrennen liess‚ zu Ehren seines Sohnes‚ da er zurückgekehrt war: es sollte nicht wieder passieren, dass der Sohn so lange ausbliebe‚ lieber will er gleich alle Schiffe verbrennen.
Fails1825-Rigas-Herdera-instituts-01-101
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Atvērt

Dann wird erzählt vom Johannitage, wo die Letten Lihgo sehreien, aber keiner weiss, was das heisst. Einige sagen, da soll ein Gott Lihgo gewesen sein. Aber die Liven haben eine andere Anschauung. Meine Grosseltern erzählten so:
Es gibt so manche Märchen
Auch Sagen ohne Zahl -
Es war einmal ....
Und so beginnt auch dieses Märchen: Es war einmal ein mutiger König‚ der hatte einen Sohn; der ging in den Krieg. Er fuhr aus mit einer Flotte von 12 Schiffen und blieb lange Jahre fort. Alle glaubten ihn gestorben und umgekommen, manche erzählen‚ er ging eine schöne und reiche Braut werben: manche erzählen‚ er kam auf eine Wunderinsel und kam nicht von dort fort — aber die Liven erzählen verschieden. Der Vater hat immer noch geglaubt, dass der Sohn zurückkommen würde. Er kam auch nach vielen Jahren wirklich zurück mit seiner ganzen Flotte und hatte sie auch noch vermehrt. Als der Vater erfuhr‚ dass der Sohn zurück ist, hat er ihm versiehen‚ dass er so lange fort war und rief ihn: "Jon tul līgod tieme - wollen wir einen Vertrag schlieesen". Sie fingen alle an zu schreien und zu rufen: "Jon‚ tul līgod tieme!"; daraus ist bei den Letten "Lihgo Jahnits" entstanden; man darf es ihnen aber nicht sagen‚ dass das von den Liven stammt‚ dann werden sie gleich böse und hören nicht mehr zu. - Die Liven sagen, wenn ein altes Boot am Strande steht‚ so soll es zu Johanni verbrannt werden. Und so wird es meist auch gemacht, wenn auch die Alten es nicht erlauben wollen. Zu Johanni brannte in jedem Dorf ein Boot‚ und waren den Strand entlang die Feuer zu sehen. Das macht man deshalb, weil der König auch seine Flotte verbrennen liess‚ zu Ehren seines Sohnes‚ da er zurückgekehrt war: es sollte nicht wieder passieren, dass der Sohn so lange ausbliebe‚ lieber will er gleich alle Schiffe verbrennen.

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